Kosten

Krankenkassen übernehmen Kosten für implantierbare Hörsysteme

Alle Patienten der HNO-Klinik beziehungsweise des Deutschen HörZentrums (DHZ) der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) können im Rahmen einer Vereinbarung zwischen der MHH und den Krankenkassen bei medizinischer Notwendigkeit mit voll- oder teilimplantierbaren Hörsystemen versorgt werden. Dazu gehören neben dem Cochlea-Implantat auch BAHA, MET, RetroX, Vibrant Soundbridge, Carina sowie die Hirnimplantate AMI und ABI.

Die HNO-Klinik und das DHZ haben in den vergangenen Jahren ihr international führendes Know-how und ihre weltweit fundierte Erfahrung mit Cochlea-Implantaten sowohl bei Patienten als auch in der Forschung weitreichend belegt. Darüber hinaus haben sie ebenfalls die klinische Anwendung und die wissenschaftliche Entwicklung konventioneller und teilimplantierbarer alternativer Hörsysteme ausgebaut. Die klinische Versorgung ist stabil und erfolgreich, was die stetig steigenden Patientenzahlen belegen. Alle Krankenkassen bestätigen daher ihr Vertrauen seit Jahren damit, dass im Rahmen eines ausreichend großen Budgets alle Patienten mit der medizinischen Notwendigkeit zur Versorgung mit einem implantierbaren Hörsystem ohne Einzelfallentscheidung versorgt werden können. Die Feststellung der Notwendigkeit basiert immer auf einer kompletten audiologischen Diagnostik.

Wir weisen darauf hin, dass an der MHH stabile und seit Jahren vorhandene Strukturen zur grundsätzlichen Versorgung aller gesetzlich versicherten Patienten mit implantierbaren Hörsystemen existieren. Das heißt, betroffene Patienten werden an der HNO-Klinik der MHH nachhaltig medizinisch und im Sinne der Krankenversicherungen versorgt.

Besonderer Schwerpunkt ist die in Hannover entwickelte Operationstechnik, alle Patienten hörerhaltend implantieren zu können, nicht nur bei Cochlea-Implantaten. Zudem wurden von dem Team der HNO-Klinik um Prof. Thomas Lenarz weltweit neuartige operative und medizinprodukttechnische Systeme entwickelt, die eine Versorgung selbst kombinierter schwerwiegender Hörerkrankungen effizient und ausreichend ermöglichen. Eine solche strategische Ausrichtung an einer HNO-Universitätsklinik ist in Deutschland einzigartig.