So hört man mit einem CI

Im gesunden Ohr leiten 25.000 innere und äußere Haarzellen die Schallinformation an das auditorische Zentrum im Gehirn weiter. Bei einer Innenohrertaubung und Versorgung mit CI übernehmen 12 bis 120 Stimulationsorte diese Aufgabe. Die Anzahl der Elektroden ist nicht entscheidend, sondern vielmehr die verschiedenen Möglichkeiten der Stimulation der Hörnervenfasern. Diese große Kompression macht sich klanglich bemerkbar. Die eigentliche Leistung ist aber die unseres Gehirns. Es kann aus dieser spärlichen Information ein akzeptables Klangbild zusammensetzen und schließlich Sprache erkennen.

Die Klangqualität wird von Patient zu Patient sehr unterschiedlich wahrgenommen und verändert sich im Laufe der Zeit. Wenn das CI nach der Implantation das erste Mal eingeschaltet wird, ist eine ganze Palette von Klangwahrnehmung möglich. In seltenen Fällen versteht ein Patient auf Anhieb jedes Wort und ist auch mit der Klangqualität zufrieden, beschreibt diese als nahezu identisch zu vorher. Andere meinen, die Stimmen kämen von ganz weit weg, aus einem hohlen Raum, oder klängen wie Micky Maus.

In den meisten Fällen hört man direkt nach der Erstanpassung nur Töne, ein Klingeln wie viele Glocken, wobei einzelne Wortfetzen herauszuhören sind. Im Hörtraining zusammen mit den Pädagogen lernt der CI-Patient, die Töne zu Sprache zu definieren. Das geht recht zügig. Im Allgemeinen können Patienten am Ende der Erstanpassungswoche einem Gespräch in ruhiger Umgebung gut folgen. Im Störgeräusch ist es immer schwieriger, besonders dann, wenn man nur mit einem CI versorgt ist.

Unsere Patienten profitieren von der hohen medizinischen und therapeutischen Versorgungsqualität hier an der HNO-Klinik und dem DHZ:

Wenn Sie 30 Prozent Einsilberverstehen mit dem Hörgerät erreichen, erreichen Sie mit dem CI mit hoher Wahrscheinlichkeit 70 bis 80 Prozent!