So funktioniert ein CI

Über ein Mikrophon werden die Schallwellen aufgenommen und dem Sprachprozessor zugeleitet. Dort erfolgt die Umwandlung in einen elektrischen Code – eine Abfolge von elektrischen Impulsen, die der des normalen Hörvorgangs entspricht. Dieser Code wird anschließend über eine Sendespule durch die Haut auf das darunter gelegene Implantat übertragen.

Das Implantat wird hinter dem Ohr im Rahmen einer Operation eingesetzt. Von dem Implantat-Körper wird ein Elektrodenstrang mit bis zu 22 Elektroden-Kontakten in das Innenohr eingeführt. Diese in der Gehörschnecke befindlichen Elektroden liegen im Innenohr in unmittelbarem Kontakt zu den Hörnervenfasern und übertragen so die vom Implantat abgegebenen elektrischen Impulse auf die zugehörigen Hörnervenfasern. Die Hörnervenfasern transportieren diese elektrischen Impulse dann wie bei Normalhörenden an das zentrale Hörsystem zur weiteren Verarbeitung. Das zentrale Hörsystem unseres Gehirns ist in der Lage, diese fremdartigen Informationen allmählich zu verstehen und nutzen zu lernen. So ist es möglich, diese künstliche und im Gehalt reduzierte Information zu entschlüsseln und für ein Verstehen von Sprache nutzbar zu machen.

Ein Cochlea-Implantat-System besteht aus dem Implantat  und dem externen Sprachprozessor. Zum Implantat gehört das Elektroden-Array mit mehreren Elektroden-Kontakten und der Implantat-Körper. Das Elektroden-Array wird in die Cochlea eingeführt. Der extern getragene Sprachprozessor besteht aus dem Mikrofon, das den Schall aufnimmt. Die Signale werden im Prozessor vorverarbeitet und über die Sendespule zum Implantat geleitet. Dort erfolgt die elektrische Stimulation der Hörnerven.