CI Voruntersuchung Erwachsene

Bei der großen Auswahl der mittlerweile nur in der HNO-Klinik der MHH zur Verfügung stehenden guten Hörgeräte, implantierbaren Hörsysteme (MOI und DACS etc.) und Cochlea-Implantate kommt es entscheidend darauf an, im Blick zu haben, dass das Sprachverstehen mit den neuen Hörsystemen tatsächlich im Störgeräusch eine hohe Qualität abbildet. Die Diagnostik bietet die Grundlage, um das für Sie richtige Hörsystem zu empfehlen.

Somit ist es entscheidend, Hörtests in der Differentialdiagnostik durchzuführen, die auch einem Vergleich mit bereits implantierten Patienten standhalten.

Diese audiologische Differentialdiagnostik führen wir in einer ersten, ambulanten, eintägigen Untersuchung durch. Hier werden die grundsätzlichen Empfehlungen bezüglich der möglichen Implantate, insbesondere der Cochlea-Implantate festgelegt. Nach einer solchen Untersuchung und Beratung sind Sie als Patient dann in der Lage, sich für ein Cochlea-Implantat zu entscheiden.

Bei beidseitiger Gehörlosigkeit werden Kinder in der Regel beidseitig mit CI versorgt. Sofern bei Erwachsenen eine beidseitige hochgradige Schwerhörigkeit oder Gehörlosigkeit vorliegt, kann dies auch für sie empfohlen werden. Bei einseitiger Gehörlosigkeit steht mittlerweile ebenfalls das CI als Alternative zur CROS-Versorgung zur Verfügung. Auch bei Hochtontaubheit bieten sich inzwischen Spezialimplantate an.

Wenn Sie sich für ein CI entschieden haben, lassen Sie es uns wissen

(Fax: 0511/532-6833; Telefon: Mo – Fr 0511/532-3044; Post: Deutsches HörZentrum Hannover, Karl-Wiechert-Allee 3, 30625 Hannover oder mail: info@hoerzentrum-hannover.de). Wir senden Ihnen dann Ihren OP-Termin zu.

Am Ende der Voruntersuchung findet das Abschlussgespräch mit unserem Klinikdirektor Prof. Dr. Thomas Lenarz oder seinem Vertreter statt. Es werden dort alle vorhandenen Befunde einschließlich der auswärts auch früher erhobenen Beurteilungen und Befunde zusammengefasst und eine Gesamtbeurteilung abgegeben. Mit Ihnen zusammen wird dabei eine Empfehlung für die weitere Versorgung, auch mit CI, getroffen. Dies bedeutet nicht, dass Sie sich als Patient gleich für eine Operation entscheiden müssen, sondern es wird nur von unserer Seite aus klar zum Ausdruck gebracht, ob Sie für eine Implantation in Frage kommen oder nicht. Selbstverständlich liegt die endgültige Entscheidung in Ihren Händen. Unsere Aufgabe ist es, Ihnen aufgrund der sorgfältig durchgeführten Voruntersuchung eine klare Information über Ihre Chancen für ein möglichst gutes Hören mit einem Cochlea-Implantat geben zu können. Sollten sich offene Fragen ergeben, sind unter Umständen noch weitergehende Untersuchungen erforderlich oder es müssen auswärts erhobene Befunde noch vervollständigt werden. Eventuell ist dann eine weitere ambulante Vorstellung in unserer Klinik zur Besprechung notwendig. Dies ist jedoch die Ausnahme.

Erst wenn feststeht, dass aus anatomischen-medizinischen Gründen die OP stattfinden kann, wird diese im Anschluss an die letzten Untersuchungen durchgeführt. Die Operation erfolgt in Vollnarkose und dauert in der Regel etwa 2-3 Stunden. Währenddessen wird ein Röntgenbild angefertigt, um die korrekte Lage der Elektrode in der Schnecke zu überprüfen. Grundsätzlich legen wir bei jeder Implantation größten Wert darauf, die Strukturen der Hörschnecke zu schützen und zu erhalten.

Bei einer Taubheit nach Hirnhautentzündung ist in der Regel eine sofortige beidseitige Implantation erforderlich, um die bei der Hirnhautentzündung drohenden Verknöcherung der Schnecke zuvorzukommen und eine Implantation zu ermöglichen.

Die HNO-ärztlichen lebenslangen Kontrollen dienen dazu, typische Komplikationen wie Schwellung und Reizung unter dem Magneten oder Verletzungen des Gehörgangs und des Trommelfells rechtzeitig zu erkennen und zu behandeln.